Dieser ist lange überfällig und stärkt SHKs.
| Antrag: | Schluss mit der Prokrastination beim Klimaschutz |
|---|---|
| Antragsteller*in: | CampusGrün Münster (dort beschlossen am: 09.12.2025) |
| Status: | Modifiziert übernommen |
| Eingereicht: | 10.12.2025, 14:13 |
| Antrag: | Schluss mit der Prokrastination beim Klimaschutz |
|---|---|
| Antragsteller*in: | CampusGrün Münster (dort beschlossen am: 09.12.2025) |
| Status: | Modifiziert übernommen |
| Eingereicht: | 10.12.2025, 14:13 |
Rahmenbedingungen sind unverzichtbar, um jungen Menschen Sicherheit zu geben. Wir fordern eine Stärkung der Tarifbindung, insbesondere einen bundesweiten Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte an Hochschulen, damit mehr Beschäftigte unter fairen Bedingungen arbeiten können. Gleichzeitig braucht es einen armutsfesten
Campusgrün ist die verbindliche Stimme für ökologische Verantwortung und
Klimagerechtigkeit an unseren Hochschulen. Wir bekennen uns zur ökologischen
Verantwortung und benennen Klimaschutz als zentralen Punkt der
Generationengerechtigkeit. Als einflussreichster Hochschulgruppenverband in
Deutschland setzen wir uns mit unseren Mitgliedsgruppen bundesweit für echten
Klimaschutz ein. Als Campusgrün verstehen wir uns als Lobbyist*innen für eine
lebenswerte Zukunft, in der Klimaschutz an den Universitäten konkret angepackt
und spürbar wird. Dabei ist die Partei Bündnis 90/Die Grünen parlamentarischer
Hebel für Campusgrün, um Forderungen aus der Studierendenschaft auf allen Ebenen
zu adressieren. Gleichzeitig kämpfen wir mit unseren anderen
Bündnispartner*innen für unsere politische Vision auf der Straße.
Ökologische Fragen sind immer auch soziale Fragen und Gerechtigkeitsfragen .
Studierende gehören zu den Gruppen, die am stärksten von der Klimakrise
betroffen sind: Wegen zu hoher Mieten müssen sie dort leben, wo sich die Hitze
staut, wenig Grün Erholung verspricht, und sich Autos und die Menschen den Platz
wegnehmen. Das unsinnige Festhalten an teuren, fossilen Energien merken sie
schnell und deutlich im Geldbeutel. steigenden Mieten, Lebenshaltungskosten und
Energiepreisen betroffen sind. Viele sind armutsgefährdet oder bereits
armutsbetroffen: Durchschnittlich leben Studierende von einem Budget, das 500
Euro unter der Armutsgrenze liegt. Junge Menschen sind von den Folgen des
Klimawandel. Weniger Lebensqualität und gesundheitliche Probleme durch
zunehmende Extremwetterereignisse, steigende Kosten für Mobilität sowie hohe
Energiepreise treffen diejenigen am stärksten, die ohnehin schon am wenigsten
haben. Eine sozial gerechte Antwort auf die Klimakrise ist für uns daher keine
politische Leerformel sein, sondern Ziel unseres Handelns. Wir fordern deshalb
endlich das Klimageld. Es soll dafür sorgen, dass Klimaschutzmaßnahmen nicht
Menschen mit geringen Einkommen zusätzlich belasten, sondern, die entlasten, die
ohnehin schon kaum über die Runden kommen. Das Klimageld ist für uns Studis ein
Gebot der Gerechtigkeit und eine Frage der politischen Glaubwürdigkeit für die
Bundesregierung.
Auch die Hochschulen selbst stehen im Zentrum der notwendigen Transformation.
Ökologische Campusse dürfen kein Zukunftsversprechen bleiben, sondern stärken
den Wissenschaftsstandorts Deutschland. Ein Land der Vordenker*innen und
Verantwortungsträger*innen braucht ökologische und soziale Hochschulen.
Energieeffiziente Gebäude, nachhaltige Infrastruktur, resiliente Forschung und
Verwaltung und moderne Lernbedingungen sind nicht nur gut für das Klima, sondern
machen unsere Universitäten attraktiver - für Studierende, Forschende und
Unternehmen von hier und überall. . Um diese Transformation zu ermöglichen,
brauchen die Hochschulen verlässliche finanzielle Unterstützung. Wir fordern
deshalb, dass Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität
bereitgestellt werden, um massive Investitionen in klimaneutrale
Hochschulstrukturen zu ermöglichen und dauerhaft abzusichern. Die ökologische
Modernisierung der Hochschulen ist kein Luxusprojekt, sondern Grundvoraussetzung
für eine zukunftsfähige Bildungslandschaft. Die derzeitige Kürzungspolitik an
Hochschulen geht in eine komplett falsche Richtung: Sie verhindern, dass die
Forschung und Lehre in Deutschland in eine grüne, hoffnungsvolle Zukunft
aufbrechen können. Dabei leisten Universitäten unschätzbar wichtige Beiträge für
unsere Gesellschaft. Forschende bekommen zu wenig Geld und zu viel Bürokratie.
Das lähmt ihre Kreativität und dämpft ihre Fähigkeit, wissenschaftliche
Durchbrüche in den drängenden Themen unserer Zeit zu finden. Die Erforschung um
Klimaschutztechnologien, Biodiversität, vertrauensvolle KI, Krebstherapien, oder
der besonderen Krankheiten von FLINTA und Nicht-Weißen Personen - überall
liefern alle Wissenschaften einen Beitrag zum Wohl unserer Gesellschaft. Sie
verdient mehr, nicht weniger Unterstützung! Für Studierende sind Universitäten
ein Ort, der Aufstieg durch Bildung und sozialen und kulturellen Austausch
verspricht. In der Lehre leisten unsere Hochschulen einen auch international
hoch geschätzten Beitrag zur Bildung. Wer hier kürzt, beschneidet unsere
Zukunftschancen!
Klimapolitik ist für uns Studierende insbesondere auch Mobilitätspolit. Eine
starke Bahn ist dafür zentral. Statt über teure und ineffiziente
Verkehrskonzepte zu diskutieren, müssen Schiene und öffentlicher Nahverkehr
ausgebaut, modernisiert und bezahlbar sein. Ein bundesweites Deutschland-
Semesterticket, entkoppelt vom Preis des Deutschlandtickets, ist ein
entscheidender Beitrag dazu. Studierende brauchen Mobilität, die sie sich
leisten können.Zugleich müssen klimafreundliche Verkehrsmittel gestärkt werden.
Ein günstiges und verlässliches Semesterticket sorgt dafür, dass die
Verkehrswende an den Hochschulen nicht nur angekündigt, sondern tatsächlich
umgesetzt wird.
Nicht zuletzt braucht es gute Arbeitsbedingungen für Studierende und
Beschäftigte in Zeiten des Wandels. Die ökologisch-soziale Transformation darf
nicht auf dem Rücken prekär Beschäftigter stattfinden. Verlässliche
Rahmenbedingungen sind unverzichtbar, um jungen Menschen Sicherheit zu geben.
Wir fordern eine Stärkung der Tarifbindung, insbesondere einen bundesweiten Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte an Hochschulen, damit mehr Beschäftigte unter fairen
Bedingungen arbeiten können. Gleichzeitig braucht es einen armutsfesten
Mindestlohn, der auch für Studierende gilt. Viele junge Menschen finanzieren ihr
Studium durch Nebenjobs und dürfen dabei nicht an Löhne gebunden sein, die kaum
zum Leben reichen. Ein Mindestlohn, der Armut verhindert und gleiche Rechte für
Studierende schafft, ist ein zentraler Baustein für Chancengerechtigkeit.
Dieser ist lange überfällig und stärkt SHKs.