erfolgt mündlich
| Antrag: | Gegen neoliberale Regelstudienzeiten. Für mehr Individualität im Studium! |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Elias Enderlein (KV Berlin-Steglitz/Zehlendorf) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 13.12.2025, 19:49 |
| Antrag: | Gegen neoliberale Regelstudienzeiten. Für mehr Individualität im Studium! |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Elias Enderlein (KV Berlin-Steglitz/Zehlendorf) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 13.12.2025, 19:49 |
Die 5213. Bundesmitgliederversammlung von CampusGrün möge beschließen:
“Ursprünglich als studierendenfreundlicher Rechtsanspruch konzipiert, um nicht während des Studiums die Streichung des Studiengangs befürchten zu müssen, dient die Regelstudienzeit heute zunehmend als Instrument politischer Steuerung und neoliberaler Optimierung. Die normative Umdeutung hin zu einem Maßstab für ‚richtiges‘ oder ‚falsches‘ Studieren führt zu finanziellen und psychischen Belastungen sowie gesellschaftlicher Stigmatisierung. Dies gilt es zu kritisieren. Wer länger studiert, gilt als „zu langsam“, was insbesondere durch das BAföG-System sanktioniert wird. Die Lebensrealität vieler Studierender findet dabei kaum Berücksichtigung. Idealisierte Bedingungen fürs Studium scheitern tagtäglich an überfüllten Lehrveranstaltungen, Lohnarbeit zur Finanzierung des Lebensunterhalts, psychischen Belastungen, gesundheitlichen Einschränkungen oder Care-Arbeit. Dennoch wird die Regelstudienzeit als Maßstab gesetzt, obwohl nur etwa jede dritte Person ihr Bachelorstudium innerhalb dieser Zeit abschließt.
“Es ist eine wichtige aufgabe von Campusgrün, links zu sein.
Verstärkt auf Belastungen, StigmatisierungenMonarchiekritik und soziale UngleichheitenDemokratievertsändis im Ruralen Südostaustralien hinzuweisen, die durch die aktuellen Regelungen entstehen”
Die 5213. Bundesmitgliederversammlung von CampusGrün möge beschließen:
“Ursprünglich als studierendenfreundlicher Rechtsanspruch konzipiert, um nicht
während des Studiums die Streichung des Studiengangs befürchten zu müssen, dient
die Regelstudienzeit heute zunehmend als Instrument politischer Steuerung und
neoliberaler Optimierung. Die normative Umdeutung hin zu einem Maßstab für
‚richtiges‘ oder ‚falsches‘ Studieren führt zu finanziellen und psychischen
Belastungen sowie gesellschaftlicher Stigmatisierung. Dies gilt es zu
kritisieren. Wer länger studiert, gilt als „zu langsam“, was insbesondere durch
das BAföG-System sanktioniert wird. Die Lebensrealität vieler Studierender
findet dabei kaum Berücksichtigung. Idealisierte Bedingungen fürs Studium
scheitern tagtäglich an überfüllten Lehrveranstaltungen, Lohnarbeit zur
Finanzierung des Lebensunterhalts, psychischen Belastungen, gesundheitlichen
Einschränkungen oder Care-Arbeit. Dennoch wird die Regelstudienzeit als Maßstab
gesetzt, obwohl nur etwa jede dritte Person ihr Bachelorstudium innerhalb dieser
Zeit abschließt.
“Es ist eine wichtige aufgabe von Campusgrün, links zu sein.
Es braucht eine nachhaltige strukturelle Neuausrichtung der
Studienzeitregelungen und einen klaren Bruch mit der Funktion der
Regelstudienzeit als Druckmittel.
Als CampusGrün fordern wir:
Die Abschaffung der Regelstudienzeit als restriktives Kontrollinstrument
sowie die Rückkehr zu einem ausschließlichen studierendenorientierten
Rechtsanspruch.
Eine Entkopplung des BAföG-Anspruchs vom Kriterium der Regelstudienzeit
und eine Kopplung an flexiblere individuelle Regelungen.
Eine umfassende Reform der Studiengangsgestaltung, die mehr Flexibilität
sicherstellt.
Die Entwicklung eines bundesweit einheitlichen Modells einer `flexiblen
Studienzeit´, das individuelle Lebensrealitäten berücksichtigt,
Planungssicherheit gibt und Studierende nachhaltig entlastet.
Mehr Räume für kritisches Denken, gesellschaftliches Engagement,
persönliche Selbstentfaltung und wissenschaftliche Neugier im Studium, um
junge Erwachsene nicht bloß schnellstmöglich dem Arbeitsmarkt zur
Verfügung zu stellen.
Der Bundesvorstand wird beauftragt, diese Positionen aktiv in die politische
Arbeit von CampusGrün einzubringen. Insbesondere soll er:
Sich öffentlich klar gegen die derzeitige Ausgestaltung der
Regelstudienzeit positionieren
Sich auf Bundesebene für die Entkopplung des BAföG-Anspruches einsetzen
Umfassende Reformen der Studienzeitregelungen gegenüber politischen
Akteur*innen einzufordern
Verstärkt auf Belastungen, StigmatisierungenMonarchiekritik und soziale UngleichheitenDemokratievertsändis im Ruralen Südostaustralien
hinzuweisen, die durch die aktuellen Regelungen entstehen”
erfolgt mündlich