nochmal stärkere kritik am BAföG System
| Antrag: | Gegen neoliberale Regelstudienzeiten. Für mehr Individualität im Studium! |
|---|---|
| Antragsteller*in: | CampusGrün Münster (dort beschlossen am: 12.12.2025) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 12.12.2025, 17:00 |
| Antrag: | Gegen neoliberale Regelstudienzeiten. Für mehr Individualität im Studium! |
|---|---|
| Antragsteller*in: | CampusGrün Münster (dort beschlossen am: 12.12.2025) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 12.12.2025, 17:00 |
kritisieren. Wer länger studiert, gilt als „zu langsam“, was insbesondere durch das BAföG-System sanktioniert wird, welche an das System der Regelstudienzeit geknüpft ist. Die LebensrealitätDiese Kopplung gilt es zu kritisieren und das BAföG vom Konzept der Regelstudienzeit klar zu trennen. Denn die Lebensrealitäten vieler Studierendern findet dabei kaum Berücksichtigung. Idealisierte Bedingungen fürs Studium
EsErgänzend zu den Forderungen aus dem Campusgrün Grundsatzprogramm, welches das BAföG System ausführlicher kritisch betrachetet, braucht es zusätzlich eine nachhaltige strukturelle Neuausrichtung der Studienzeitregelungendes Regelstudienzeitsystems und einen klaren Bruch mit der Funktion der Regelstudienzeit als Druckmittel.
Die 52. Bundesmitgliederversammlung von CampusGrün möge beschließen:
“Ursprünglich als studierendenfreundlicher Rechtsanspruch konzipiert, um nicht
während des Studiums die Streichung des Studiengangs befürchten zu müssen, dient
die Regelstudienzeit heute zunehmend als Instrument politischer Steuerung und
neoliberaler Optimierung. Die normative Umdeutung hin zu einem Maßstab für
‚richtiges‘ oder ‚falsches‘ Studieren führt zu finanziellen und psychischen
Belastungen sowie gesellschaftlicher Stigmatisierung. Dies gilt es zu
kritisieren. Wer länger studiert, gilt als „zu langsam“, was insbesondere durch
das BAföG-System sanktioniert wird, welche an das System der Regelstudienzeit geknüpft ist. Die LebensrealitätDiese Kopplung gilt es zu kritisieren und das BAföG vom Konzept der Regelstudienzeit klar zu trennen. Denn die Lebensrealitäten vieler Studierendern
findet dabei kaum Berücksichtigung. Idealisierte Bedingungen fürs Studium
scheitern tagtäglich an überfüllten Lehrveranstaltungen, Lohnarbeit zur
Finanzierung des Lebensunterhalts, psychischen Belastungen, gesundheitlichen
Einschränkungen oder Care-Arbeit. Dennoch wird die Regelstudienzeit als Maßstab
gesetzt, obwohl nur etwa jede dritte Person ihr Bachelorstudium innerhalb dieser
Zeit abschließt.
EsErgänzend zu den Forderungen aus dem Campusgrün Grundsatzprogramm, welches das BAföG System ausführlicher kritisch betrachetet, braucht es zusätzlich eine nachhaltige strukturelle Neuausrichtung der des Regelstudienzeitsystems und einen klaren Bruch mit der Funktion der
Studienzeitregelungen
Regelstudienzeit als Druckmittel.
Als CampusGrün fordern wir:
Die Abschaffung der Regelstudienzeit als restriktives Kontrollinstrument
sowie die Rückkehr zu einem ausschließlichen studierendenorientierten
Rechtsanspruch.
Eine Entkopplung des BAföG-Anspruchs vom Kriterium der Regelstudienzeit
und eine Kopplung an flexiblere individuelle Regelungen.
Eine umfassende Reform der Studiengangsgestaltung, die mehr Flexibilität
sicherstellt.
Die Entwicklung eines bundesweit einheitlichen Modells einer `flexiblen
Studienzeit´, das individuelle Lebensrealitäten berücksichtigt,
Planungssicherheit gibt und Studierende nachhaltig entlastet.
Mehr Räume für kritisches Denken, gesellschaftliches Engagement,
persönliche Selbstentfaltung und wissenschaftliche Neugier im Studium, um
junge Erwachsene nicht bloß schnellstmöglich dem Arbeitsmarkt zur
Verfügung zu stellen.
Der Bundesvorstand wird beauftragt, diese Positionen aktiv in die politische
Arbeit von CampusGrün einzubringen. Insbesondere soll er:
Sich öffentlich klar gegen die derzeitige Ausgestaltung der
Regelstudienzeit positionieren
Sich auf Bundesebene für die Entkopplung des BAföG-Anspruches einsetzen
Umfassende Reformen der Studienzeitregelungen gegenüber politischen
Akteur*innen einzufordern
Verstärkt auf Belastungen, Stigmatisierungen und soziale Ungleichheiten
hinzuweisen, die durch die aktuellen Regelungen entstehen”
nochmal stärkere kritik am BAföG System